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Aufgrund einer organisatorischen Problemstellung einen Vorgehensplan zur Verbesserung ausarbeiten können.
Es geht um ein Ingenieur-Unternehmen im Bereich Bauplanung und -leitung mit ca. 140 Mitarbeiter. Die Lieferanten des Bauherren werden durch das Beratungsunternehmen ausgewählt. Es werden Ausschreibungen (da es sich in der Regel um öffentliche Bauten handelt) gemacht und den Zuschlag erhält in der Regel der günstigste Anbieter. Unser Unternehmen "lebt" vom Ingenieurhonorar, dass sich prozentual von den Baukosten ableiten lässt (Honorarverordnung). Also je billiger der Lieferant, je weniger Umsatz wird gemacht.
Die Kundenreklamationen häufen sich, sie betreffen v.a. folgende Punkte:
| Baupläne stimmen bei oder nach der Abnahme nicht mit der "Realität" überein. | |
| Die Qualität der zugelieferten Komponenten sind nicht gemäss den Kundenforderungen. | |
| Es wurden bauliche Änderungen vorgenommen, die nicht mehr den bestellten Anforderungen entsprechen. | |
| Termine für Bauetappen können nicht eingehalten werden, was beim Kunden zu Mehrkosten führt. | |
| Lieferanten halten ihre Angebote nicht ein und stellen überhöhte Rechnungen. |
Erste Abklärungen bei einer der Kundenreklamation ergaben:
| Lieferant erhielt nicht die aktuellen Kundenanforderungen (Änderungen blieben hängen). | |
| Bestelltext (Beschreibung der Anforderungen) war teils unverständlichund wurde vom Lieferanten teils nicht beachtet. | |
| Der Einkäufer klärt nicht genügend ab, ob der Lieferant geeignet ist, oder muss denLieferanten nehmen, weil er den tiefsten Preis angeboten hat. | |
| Bestellung war nicht rechtsgültig unterzeichnet und die Kompetenzen unklar. | |
| Alle Teams kaufen bei ihren Lieferanten eigenständig ein: es hätten bessere Konditionen ausgehandelt werden können, wenn ein gemeinsames Vorgehen gewählt worden wäre. | |
| Die gelieferten Produkte wurden beim Wareneingang (Anlieferung auf der Baustelle) nicht auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft (es fehlen Prüfbescheinigungen). | |
| Bestehende Beschaffungsrichtlinien wurden nicht beachtet. Sie sind aufgrund einer Umorganisation grösstenteils nicht mehr anwendbar. | |
| Änderungen, die der Bauleiter, der Kunde oder der Lieferant veranlasst, fliessen nicht in die Bauplanung zurück. |
Sie wurden beauftragt, das Beschaffungsvorgehen so zu regeln, dass
| wesentliche Probleme innert einem halben Jahr gelöst sind. | |
| die ISO 9001 Normanforderungen erfüllt werden (min. Rev. 1994) | |
| ab sofort keine Kundenreklamationen mehr erfolgen. |
| ISO 9001 Kap. 4.6 (Rev. 94), Script S. 27 | |
| ISO 9004:2000 Kap. 7.4 | |
| Websites: ISO 9001:2000 / ISO 9001:1994 / Differenzen 94 - 2000 | |
Gruppenarbeit 50 Minuten, alle Präsentationen ca. 30 Minuten.
last update 17.11.02